Kopfwürmer
Bla bla Teil 2
Der Einbau eines Fahrstuhls (siehe Bla bla Teil 1) für die Bewältigung der Stockwerke war von den Bewohnern mit Beifall begrüßt worden. Das Fahren in selbigem musste aber zunächst erst einmal geübt werden. Nicht jeder war mit der Arbeitsweise eines Fahrstuhls vertraut. Weder durfte man die Zahlen addieren noch subtrahieren, sie gaben schlicht und ergreifend das Stockwerk wieder, in dem die Türen geöffnet und geschlossen wurden.
Nachdem mathematische Probleme geklärt waren, konnte der Fahrstuhl völlig unbefangen benutzt werden. Seine Gefahren waren übersichtlich und beschränkt. Nur selten fuhr er in die Randbezirke des Treppenhauses, sprich Keller und Dachgeschoss. Die Tatsache, dass Ernesto und Herr Müller im Dach wohnten, sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass insbesondere die mittleren Stockwerke stärker frequentiert waren und Fahrten des Fahrstuhls in den 4. Stock eher die Ausnahme denn die Regel waren.
Die Idee des Fahrstuhleinbaus der 4 (Ernie, Bert, Waltraut und Ernesto) traf so nach anfänglicher Verunsicherung voll die Zufriedenheit der Bewohner des Hauses. Die anfängliche Verunsicherung wich einer allumfassenden Zufriedenheit mit dem neuen Fortbewegungsmittel zur Bewältigung der Stockwerke.
Die 4 überlegten sich, ob sie sich in dem Fahrstuhl eine Art Loge oder Balkon einbauen sollten, damit sie das im Treppenhaus Geschehene weiterhin munter kommentieren konnten. Wie gedacht, so getan. Die 4 verfügten jetzt über eine Fahrstuhl-Loge, wie sie so wohl einzigartig in ihrer Machart war. Waldorf und Stetner wären wohl neidisch gewesen (Muppet Show Seher wissen, wer gemeint ist). Dass die Fahrstuhl-Loge schnell zur Attraktion des Kiezes wurde, muss hier wohl nicht gesagt werden.
Liebe Leser, das vermeintliche Bla bla konkretisiert sich hier in der Präzision der Situation. Die Situation wird offensichtlich im Aufzug zwischen den Stockwerken. Erst wer hochfährt, kann tief fallen. Im Erdgeschoss geht das weniger und im Keller gar nicht.
In diesem Sinne: Gut „geblat“ ist halb gewonnen, hugh!