Kopfwürmer
Bla bla Teil 3
Die Idee der Loge im Fahrstuhl (siehe Bla bla Teil 2) war zwar eine gute, jedoch stellte sich schnell heraus, dass sie relativ unpraktikabel war. Sie hätte ja ständig mit Tieren besetzt sein müssen und weder Waltraut noch die Schildkröten hatten Bock auf Nachtschichten. Also kam ihnen relativ schnell die Idee des Übertragens der Kommentare per Monitor. Zum einen konnte man so die Nachtstunden überbrücken (Dauerschleife), zum anderen konnte das System auch als Franchising Produkt in anderen Fahrstühlen angebracht werden bzw. deren Besitzern angeboten werden. Das Kommentieren der Fahrstuhlbesatzung erfolgte dann gemütlich von ihrem Zuhause aus.
Die Idee des Franchisings verbreitete sich in unserem Kiez rasend schnell, sodass alsbald viele Fahrstühle über ähnliche Monitore verfügten. Es war sogar zu beobachten, dass Fahrstühle erwartungsschwanger betreten wurden und dann aber schnell wieder enttäuscht verlassen wurden, als festgestellt wurde, dass diese über keinen Monitor verfügten. In der Folge führte das zu einer Art Fahrstuhl-Tourismus. Sämtliche Häuser in unserem Kiez und die dazugehörigen Fahrstühle wurden auf ihre Monitor-Logen hin untersucht. Letztlich einigte man sich darauf, entsprechende Fahrstühle mit Aufklebern zu kennzeichnen, um es dem geneigten Besucher einfacher zu machen, diese zu finden.
Die Idee des Popcorn-Verkaufs erwies sich als unrentabel, weil sich kaum studentische Hilfskräfte zur Verfügung stellten. Auch der Absatz von Schokoriegeln blieb überschaubar. Das Geld musste also mit dem eigentlichen Franchising verdient werden. Aber im Laufe der Zeit meldeten sich immer mehr Interessenten für die entstandenen Werbeflächen der Monitore. So wurde der Fahrstuhl-Monitor immer mehr zum Must-Have in der Fahrstuhl-Branche, sodass alsbald kein Fahrstuhl mehr ohne Monitor in unserem Kiez installiert war.
Ernesto und Freunde profitierten dahingehend davon, dass sie von der IHK jetzt zum Start-Up-Unternehmen des Jahres gewählt wurden.
Liebe Leser, das vermeintliche Bla bla erweist sich immer stärker als handfeste Manifestation des Gedachten.
Je unsinniger das Gesagte wird, desto absurder die Pointe, hugh!