Kowalski lebt
Frolic
Wie an dieser Stelle schon öfter beschrieben, hat Trockenfutter einige Vorteile gegenüber Nassfutter. Diese reichen von der besseren Dosierbarkeit bis hin zur geringeren Geruchsintensität.
Mir kam jetzt die Idee, Frolic auf eine Schnur zu fädeln und diese um Waltrauts Hals zu legen. Ein weiterer Vorteil von Trockenfutter wurde an dieser Stelle offensichtlich: Blechdosen um den Hals geschnallt hätten viel zu viel Lärm gemacht. So aber konnte Waltraut stets mit einer Zwischenmahlzeit aufwarten und außerdem ihre Freunde mit kleinen Snacks bestechen, sofern es sich dabei ebenfalls um Hunde handelte, denn Ernesto, Ernie und Bert mochten Frolic nicht ganz so gerne (wir haben das getestet).
Das kreative Moment kam insbesondere zur Geltung, wenn wir mit Draht Figuren bogen und diese mit Frolic bestückten. Unser Weihnachtsbaum war ein gerne genommenes Ziel unserer kreativen Ausbrüche. Neben Christbaumschmuck aller Art konnten insbesondere Lichterketten die Frolic-Anhänger am Christbaum aufwerten und illuminiert werden. Nur das Krippenspiel mit Frolic war dann doch schwieriger herzustellen, weil die Figuren mussten ja Charakteristika aufweisen, um sie unterscheidbar zu machen. Das Christuskind musste ja anders aussehen als die drei Heiligen Könige. Gar nicht so einfach, das über die Menge der genutzten Frolic deutlich zu machen. Das Krippenspiel konnte also nur über die Anzahl der Personen als solches zu erkennen sein: 3 Heilige Könige, 1 Maria und 1 Josef plus 1 Christuskind. So konnte auch das heilige Fest für Waltraut und ihre Artgenossen erlebbar gemacht werden.
Ein anderer Gedanke im Zusammenhang mit Frolic war neben der Herstellung von Schmuck auch die Entwicklung einer eigenen Duftlinie, extra für Hunde, weil Menschen wollten partout nicht nach Frolic riechen. Ein Eau de Toilette für Hunde konnte dank Waltraut bald in die Parfümerien dieses Landes geliefert werden. Jedoch setzte sich das Hundeparfum nicht in gewünschter Art und Weise durch. Es blieb eine nette Randerscheinung, gut riechen war nicht bei allen Hunden so angesagt.
Ach wären doch alle Hunde wie Waltraut!